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Mittwoch, 7. Mai 2008
 Mir scheint, das ungenierte Anfordern von
Ideen, Konzepten und Texten zum Nulltarif greift immer weiter um
sich. Jetzt sollen schon ganze Filme
fast für lau gegeben werden. Wenn das so weiter geht, müssen wir
in Deutschland ernsthaft über die gesetzlich angeordnete Einführung
von Kommunismus nachdenken. Wenn unsereins kein Geld mehr mit Idenn,
Konzepten und Texten verdienen kann, dann muss das Leben und alles,
was so dazu gehört, eben umsonst sein. Auch gut, oder etwa
nicht? Dumm nur, dass Juniors und meine Wünsche so gar nicht ohne
schnödes Kapital zu haben sind. Nur zur Erinnerung, falls Sie
das noch nicht kennen: Können Sie das auch in Altweiß? Schreiben Sie das mal eben runter ... (via
BFreith)
Dienstag, 29. April 2008
Ob Fake oder nicht, es gibt
auch hierzulande Broker und Agenturen, die Blogger mit weniger als
Almosen abspeisen möchten. Zitat: "Von Deutschland in die USA und
dann in die ganze Welt - so kann man die Firmengeschichte von Creative Weblogging (www.creative-weblogging.com) in einem
Satz niederschreiben. Insgesamt betreibt das Weblog-Netzwerk, das
2004 von Torsten Jacobi und Raik Hoffmann in Hamburg gegründet wurde
und ein Jahr später nach Palo Alto umzog, weltweit fast 150 Blogs -
unter anderem in Deutschland, den USA und China. In anderen Ländern
wie Frankreich, Spanien und Kanada konnte Creative Weblogging
dagegen bisher nur Duftmarken setzen. “Wir kommen weltweit auf circa
1,8 Millionen Unique Visitors pro Monat”, sagt Jacobi. Meist
bearbeiten ein, zwei Blogger ein Thema - aber auch kleine Teams sind
möglich. Für ihre Arbeit werden die Hobbyschreiber von Creative
Weblogging bezahlt - bis zu 220 US-Dollar monatlich sind
möglich."
Das ist Ausbeutung und hat nichts
mehr mit einem seriösen Schreibauftrag zu tun. Jeder Texter muss
schließlich von seiner Arbeit leben können und seine Familie
ernähren. Mit 220 Dollar pro Monat ist das bei weitem nicht
drin. Gottlob gibt es auch vernünftige Unternehmer, denen
bewusst ist, wie wertvoll ein gut gemachtes Blog für ihr Unternehmen
ist. Sie lassen entweder ihre eigenen Mitarbeiter ran, so wie bei
Frosta oder ganz aktuell im neuen Persil-Blog
oder beauftragen Texterinnen
wie mich. Selbstverständlich zu fairen Konditionen, wo kämen wir
sonst hin.
Montag, 28. April 2008
Klaus
vergleicht Stockfotos mti holländischen Tomaten - und hat ja so
Recht mit seiner These. In einem Punkt liegt Klaus allerdings
falsch: Die Suche nach dem richtigen Motiv dauert "ewig".
Eine Bildagentur zu besuchen reicht ja nicht aus, unsereins muss /
will schon zwei, drei Agenturen abklappern und findet dort
erstaunlicherweise "ähnliche" Motive mit
"ähnlicher" Ausstrahlung zu "ähnlichen"
Konditionen.
Und nachdem selbst seriöse Bildagenturen immer
wieder mit solchen
Hiobsbotschaften auf sich aufmerksam machen, bevorzuge ich am
liebsten eigene Fotografien
(wenn möglich) oder lasse (m)eine Illustratorin ran. Handgezeichnete Illus
kommen ohnehin schneller auf den Punkt und wirken dabei viel, viel
persönlicher.
Mittwoch, 23. April 2008
iWorker Saša Ebach erklärt auf fünf
Seiten, wie man Linkaufbau betreibt. Und was noch viel wichtiger
ist: Er verrät auch, auf welche Tricks Websitebetreiber besser
verzichten sollten, um bei Google nicht in Ungnade zu fallen.
Gut gemacht. Danke Saša.
Robert beklagt sich bitter über die Machenschaften von Spokeo. Aber mal ehrlich,
jeder der im Netz unterwegs ist, sollte längst hellhörig werden,
wenn irgendein Dienst das Auslesen des privaten Adressbuches
anbietet.
Wenn Adressenbroker 1-5 Euro pro Adresse
verlangen, wundert es mich nicht, dass so manch' ein oberkluges
Webzwopunktnulldingens durch das Abgleichen von
Adressen bösen Service, mal eben die Portokasse füllt.
Ob seriöse Adressenbroker ehrlicher an ihre wertvolle Ware
kommen, sei einmal dahin gestellt.
Dienstag, 22. April 2008
Jetzt begleite ich schon drei Jahre
Fernstudierende im Fach Online-PR. Endlich hat jemand alle 100
Punkte erreicht. Ich frage mich ernsthaft, warum ich so lange auf
dieses Erfolgserlebnis warten musste. Immerhin dürfen die
Studierenden beim Lösen der Hausaufgaben das Studienheft und
sämtliche Fachliteratur Zuhilfe nehmen.
Man stelle sich diese
Auswahl an erlaubten Hilfsmitteln einmal in der Schule vor. Wer dann
noch schlechte Noten schreibt, ist selber schuld.
Montag, 21. April 2008
Eresult vergleicht Kundenbewertungssysteme, sagt Internetworld
Business. Ob Sternchen verteilen, Rezensionen schreiben oder
Rezensionen bewerten: Das wahre Dilemma der beliebten Web
2.0-Methoden ist, dass der Geschmack der Masse über den des
einzelnen Individuums gestellt wird. Und was sagt das über die
Qualität des Produktes selbst aus? In der Regel nichts!
Selbst
angeblich objektive Testberichte der Verbraucher-Medien können, wenn
überhaupt, nur technische Anhaltspunkte geben. Mehr jedoch nicht.
Fazit: Jedes, noch so konsumentenfreundliche Bewertungssystem muss
scheitern, wenn es um individuellen Geschmack geht. Insofern
kann sich so mancher Shopbetreiber den Aufwand mit den
Produktbewertungen auch sparen und sich statt dessen auf besseren
Service konzentrieren.
Freitag, 18. April 2008
Überraschung: Omas Chef rief vorgestern an und
kritisierte meinen Beitrag zu Omas
Haushaltsservice - freilich ohne zu laut zu mäkeln. Einerseits
finde ich es ja nett, mich persönlich anzurufen, um mich über die
Hintergründe aufzuklären. Andererseits wäre es für die Werbewirkung
weitaus besser gewesen, der Herr hätte gleich hier im Blog einen
Kommentar hinterlassen. Dann könnten nämlich auch andere lernen,
Schönheitsfehler zu vermeiden.
"Gute gemeinte Kritik, kritisch reflektiert" vollständig lesen
"Mein Thema sind Bilderrahmen und alles, was dazu
gehört," sagt Rico Heinrich und suchte Beistand für sein neues
Projekt. Ein Blog, ein E-Zine, ein Bilderbuch ... mit kleinen
Geschichten aus der Rahmenwerkstatt und von Malern oder Fotografen.
Mit Veranstaltungstipps und, und, und ... Unterhaltsamer Mehrwert
für kultivierte Menschen, die ihre Poster nicht lieblos an die Wand
nageln, sondern eben Sinn für die schönen Dinge des Wohnens und für
gute Bilderrahmen haben. 
Keine Frage, ich bin von Anfang an dabei.
Konzept und den Namen "Bitte-mit-Rahmen.de" nehme ich
schon mal auf meine Kappe und zukünftig auch regelmäßige
Blogbeiträge.
"Neues aus meiner Texterei: Bitte mit Rahmen!" vollständig lesen
Montag, 14. April 2008
Aus dem wahren Leben
eines Grafikers - und doch nur die Spitze des Eisberges. Egal ob
Texter oder Grafiker: Wenn Kunden meinen, es besser zu wissen und
ständig Bossing betreiben, macht kein Auftrag mehr Spaß.
(via
Melody)
"Wie man Kreative in den Wahnsinn treibt" vollständig lesen
Sonntag, 13. April 2008
Da hat sich das Bayerische Dritte gestern
wirklich was geleistet. Die fränkische
Kriminacht bot Spannung, Unterhaltung und überraschte durch
Glaubwürdigkeit und erfreute ganz besonders durch ihr Lokalkolorit.
Mehr noch: Da der ein oder andere Protagonist hörbar fränkelte,
wurden die Krimis erst so richtig menschlich. Besonders "Freiwild" und Kommissar Peter Haller
überzeugten auf ganzer Länge. Witzigerweise durfte der Schauspieler
schon mal beim Münchener Tatort den (damals ungeliebten piefigen)
Franken geben.
Schwamm drüber. In Freiwild gibt Thomas Schmauser bzw. Haller den Franken so, wie
ein typischer Franke eben ist. "A weng ruich". Er lässt
machen, schaut zu und handelt erst, wenn er den richtigen Moment
gekommen sieht. Und wenn er was " | | |