Dialogmarketing ist eine feine Sache. Besonders via Newsletter und E-Mail-Marketing gelingt es öfter als je zuvor, mit Kunden tatsächlich in einen Dialog zu treten. Allerdings scheint so mancher Onlineshopbetreiber davon überfordert zu sein. Ein Beispiel dazu:
Der grüne Versandhändler kennt seine Pappenheimer und weiß: Kaum wird das Wetter schön, fällt den Hobbygärtnern doch noch ein, was sie vergessen haben, im Vorfrühling zu bestellen. Also gibt es ein nettes Lockangebot, das zudem versandkostenfrei versendet wird. Kann man dieser Einladung widerstehen? Kaum.
Dumm nur, wenn dann das passiert:
- Kunde klickt und bestellt drei Artikel. Die Ampeln des Onlineshops stehen auf Grün, also geht der Kunde davon aus, dass das Angebot zur Verfügung steht.
- Der Kunde wundert sich, warum ihm Porto berechnet wird, obwohl portofrei angekündigt war. Er schickt eine E-Mail und will der Sache auf den Grund gehen.
- Drei Tage nach der Bestellung kommt eine E-Mail die besagt: Zwei der bestellten Artikel sind leider ausverkauft. Aber das sei nicht weiter schlimm, denn die portofreien Tage gelten noch für den Rest des Monats.
- Der Kunde ärgert sich, braucht jedoch Ersatz, klickt erneut in den Shop und bestellt ein alternatives Produkt. Statt Dahlie A gibt's eben Dahlie B. Erneut werden ihm die Versandkosten angezeigt. Um Porto zu sparen, sendet der Kunde eine weitere E-Mail mit der Bitte, beide Bestellungen in ein Paket zu packen. Erneut der Hinweis auf die fälschlicherweise angezeigten Versandkosten.
- Eine ganze Woche vergeht (der Hobbygärtner sitzt ein bisschen wie auf Kohlen, schließlich drängt Mitte Mai die Zeit schon sehr) und es kommt eine weitere Statusmeldung des grünen Versenders:
Continue reading "Enttäuschen Sie Ihre Kunden nicht und verkaufen..." »Mit den heutigen Zeilen möchte ich Ihnen den Eingang Ihrer Beanstandung bzw. Nachfrage bestätigen. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens kann die endgültige Bearbeitung Ihrer Angelegenheit noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Daher bitte ich Sie um Geduld und komme unaufgefordert auf Ihr Anliegen zurück. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Sehr gut
erklärt:
Eine Schokoladenmanufaktur hat ihren
Onlineshop neu aufgesetzt. Der alte Laden war schon schlimm doch der
neue birgt richtig große Gefahren. Für die Betreiber, wohlgemerkt.
Die Liste der Fehler fängt bei A wie AGB an und endet noch lange
nicht bei den Zahlungsbedingungen. Optisch ist der Laden ohnehin ein
Witz. Bilder, die für Stimmung sorgen sollen, ziehen sich so in die
Breite, dass selbst mein 24-Zoll-Breitbildmonitor den Shop nicht
komplett anzeigt. Dazu Texte, eingebettet in Bildern. Keine
Suchmaschine wird diese Bildtexte jemals erkennen. Schlimmer
noch: Sobald der Kunde ein einzelnes Produkt
aufruft, fehlen ihm wichtige Informationen.
Erste Neuheit: Nachdem ich
seit Jahren Onlineshopbetreiber 





