Immer wieder schön grausam und leider sehr
typisch: Kunde sucht Hilfe und alle tauchen blitzschnell
ab.
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17-05-10
Vorsicht: Kunde will Hilfe
10-06-09
Faire Kunden sind anders
Mir scheint, auch andere plagen sich über Möchtegernkunden, die nur das Beste bestellen und dann den Preis kleinreden wollen. Ob diesen Menschen eigentlich klar ist, wie klein sie selbst sind? Faire Kunden sind einfach anders.
05-11-08
InternetWorld Business empfiehlt: Achten Sie auf Rechtschreibung im Onlineshop
Ach
ne. Auf einmal empfiehlt Internet World Business, auf Rechtschreibung zu
achten. Ich höre und staune. Der Autor wird doch nicht etwa Textguerilla entdeckt haben oder meinen Hilfeschrei?
Leider hangelt sich
der Autor nur mühsam durch seine Argumentation. Suchmaschinen
hier, Besucher dort, Software-Korrektor hier, menschlicher Faktor
dort. Um am Ende diesen Mist Tipp auszusprechen:
Wie auch immer Sie sich dem Thema Qualität nähern, es lohnt sich. Nicht nur Ihre Besucher sondern auch Suchmaschinen freuen Sie über korrekte und sich gelegentlich ändernde Inhalte. Nutzen Sie daher die technischen Möglichkeiten, um Ihre Textqualität zu überprüfen.
Dass Technik alleine eben
nicht genügt, um alle Rechtschreibfehler zu finden, hat er zwei
Sätze zuvor haarklein erklärt. Und jetzt empfiehlt er
Shopbetreibern, mit technischen Möglichkeiten Ihre Texte zu prüfen?!
Humbug.
Lesen und Schreiben lernen sollen die Shopbetreiber. Von mir aus in der Volkshochschule. Noch lieber wäre mir eine Deutsch-für-Deutsche-Website, die täglich per E-Mail neue Lerneinheiten an erwachsene Schüler sendet. So was gibt es doch schon für Englisch Lernende, warum nicht auch für Deutsche, die in der Schule gepennt haben? Kann das bitte jemand mal entwickeln. Ich wüsste etliche Kandidaten für so eine Online-Schule. Nur geduldig müsste das Lernsystem sein. Und in ganz, ganz kleinen Schritten arbeiten. Es soll schließlich niemand überfordert werden.
Wäre das keine Aufgabe für den Duden-Verlag, für Bertelsmann oder für das ILS?
03-11-08
Für Dumm-Schwätzer
via Textguerilla
Spaß beiseite. Wenn ich sehe, welchen Schwachsinn manche Dienstleister auf seriöse Kundenanfragen hin in ihre E-Mails tippen, wird mir speiübel. Ich möchte diese Herren am liebsten noch einmal in die Schule schicken. "Lernt Deutsch! Und lernt Rechtschreibregeln - wenigstens rudimentär. Ist denn schon alles vergessen, seit ihr nach 10 oder 13 Jahren der Schule entkommen seid?" Denn:
Continue reading "Für Dumm-Schwätzer" »24-10-08
Gute Foren waren früher. Unternehmensdoktrin ist heute.
Früher waren Foren eine feine Sache.
Jedermann konnte sich frei zu den gesetzten Themen des Forums
äußern. Vorausgesetzt der Anstand wurde gewahrt. Diskussionen, sogar
kritische, waren an der Tagesordnung, die Mitglieder halfen sich, wo
sie konnten und alles wurde durch Geben und Nehmen getragen - und
nicht durch restriktive Geschäftspolitik.
Heute gelten in Foren andere Regeln. Wenn Firmen Foren unter dem Gesichtspunkt "Kundenservice und Kundenkommunikation" betreiben, setzen Juristen ausgefeilte Spielregeln auf, die jegliche, sogar nett formulierte Kritik im Keime erstickt. Da werden Moderatoren eingesetzt, die zensieren und unliebsame Redner schnell des Forums verweisen. Das geht zack-zack.
Kein Wunder also, wenn immer mehr schlaue Leute sich aus Foren zurückziehen. Warum sich engagieren, wenn die Eigentümer das Ganze nur betreiben, um die Kontrolle über Ihre Kunden zu behalten? Wenn beispielsweise im Oxid-Forum ein Posting binnen Minuten verschwindet, nur weil jemand öffentlich Hilfe beim Kauf eines Modules sucht und der Einkaufswunsch seit Tagen von den Offiziellen schlicht ignoriert wird, dann ist das nicht in Ordnung. Statt dieses Posting zu löschen, hätte das Vertriebsteam schon längst 300 Euro verdienen können, indem sie die Urheberin des Postings sofort bedienen.
Es ist ja nicht das erste Mal, das solche kommunikativen
Schwächen zutage treten. Und Oxid eSales ist gewiss nicht das
einzige Unternehmen, das im Laufe der Jahre den Charme des
persönlichen Miteinanders verloren hat. Gier steht im Vordergrund -
nicht die Vernunft. Profit steht anstelle von uneigennütziger Hilfe.
Sonst würde beispielsweise Eric nicht so tun, als ginge ihn eine
Kundenbeschwerde nichts an, sondern wäre zumindest einer Einladung
zum Gespräch gefolgt. Wie viel Porzellan bei solchen und ähnlichen
Aktionen zerschlagen wird, wissen
die Emporkömmlinge Bosse ehemals innovativer
Unternehmen gar nicht.
Noch ein Beispiel für so einen PR-Gau:
Da werden einige Hundert Fotografen, die auf das Olympus E-System
schwören (und viel Geld darin investieren) mit der Hiobsbotschaft
vor den Kopf gestoßen, ihr geliebtes Forum und das dazu gehörende
Wiki wird geschlossen. Hintergrund: Olympus startet ein neues Forum
mit allen Web-Zwo-Punkt-Null-Features und deshalb gäbe es keine
finanzielle Unterstützung mehr für oly-e. Gleichzeitig sollen sämtlich geschützten
Logos und Produktbilder aus Forum und Wiki verschwinden. Innerhalb
von 14 Tagen. Super. Ob auch nur einer der verantwortlichen
Olympus-Manager darüber nachgedacht hat, wie das auf die treuen
Kunden wirkt, die täglich das Oly-e-Forum lesen? Wahrscheinlich
nicht. Dabei hätten sie nur ein PR-Lehrbuch für Anfänger lesen
müssen, um zu erfahren, dass ein unabhängiges Forum mehr Chancen
birgt, als Risiken. Dafür sorgen schon die zahlreichen
Profifotografen, die Anfängern, Ratsuchenden, ambitionierten
Hobbyfotografen und Kollegen immer wieder mit Rat und Tat zur Seite
stehen. Welche Umsätze Olympus nur durch oly-e gemacht hat, lässt
sich schwer beziffern. Und genau das ist das Problem: Salesmanager
kennen und verstehen nur Zahlen. PR und menschliche Faktoren sind
unmessbar und für Erbsenzähler solche Leute
schlicht nicht zu begreifen.




