Auch wenn Kommunikation übers Internet inzwischen ein
alter Hut ist, manche Leute beherrschen noch immer nicht die
einfachsten Grundregeln. Dazu zählen:
Verwenden Sie keine offene Verteilerliste.
Es hat niemand etwas dagegen, wenn Sie zwei, drei Freunden oder
Mitarbeitern eines Projektes via CC eine identische E-Mail senden.
Aber sobald es um mehr als fünf Adressaten geht, oder wenn die
Adressaten nichts miteinander zu tun haben, Finger weg von CC.
E-Mail-Adressen sind privat und sollen es auch bleiben.
Unternehmer, die per E-Mail oder Newsletter mit Kunden in Kontakt
treten, sollten aus einem weiteren Grund unbedingt auf den
CC-Verteiler verzichten: Provider brandmarken den Absender als
Spammer übelster Sorte. Was heißt, egal was Sie in Zukunft wem per
E-Mail senden, es landet im Spamordner. Oft schon, bevor der
Adressat eine Chance hat, die E-Mail zu sehen.
Versenden Sie nicht ungefragt Dateien, die größer als 1-2
MB sind.
Auch wenn Sie selbst per DSL surfen, es gibt viele Menschen, die
eben DSL nicht nutzen können. Oder die ihre E-Mails per Handy
abrufen. Monsterdateien sind auch hier absolut unerwünscht,
verursachen enormen Traffic und zusätzliche Kosten.
Deponieren Sie dicke Dateien lieber online und senden Sie Ihren
Lesern den Link dorthin und nennen Sie zugleich auch einen
Grund, warum es sich lohnt, Ihre Datei downzuloaden. Wenn Sie selbst
keinen Website betreiben, nutzen Sie einen der zahlreich
vorhandenen, preiswerten Speicherplätze im Internet.
Nerven Sie nicht mit Lesebestätigungen
Nicht alles, was Outlook und Co technisch beherrschen, muss man
verwenden. Lesebestätigungen sind lästig, weil sie Adressaten
drängen, zu reagieren. Wenn Sie unbedingt wissen wollen, ob
Ihre wichtige E-Mail angekommen ist, haken Sie nach. Per E-Mail
- oder telefonisch. Aber lassen Sie sich damit ruhig etwas Zeit.
Nicht jeder ruft stündlich oder gar im Minutentakt seine E-Mails
ab.
Versenden Sie keine werblichen E-Mails an Menschen, von
denen Sie kein Einverständnis haben. Niemals. Noch nicht einmal zur
Probe.
Ist es schon Werbung, wenn Sie einen Unbekannten per E-Mail
fragen, ob er zukünftig Ihren Newsletter lesen möchten? Ja, klar!
Ebenso verstößt es gegen geltendes Recht, wenn Sie an diese Personen
einen Newsletter versenden und im Abspann auf einen Abmeldelink
verweisen. Und bei potenziellen Auftraggebern per Massen-E-Mail
anzuklopfen, um die eigenen Dienste anzupreisen, ist auch nicht
drin.
Wenn Sie sich bewerben möchten, nutzen Sie statt dessen die
Website des möglichen Auftraggebers, fahnden Sie nach Ihrem
Ansprechpartner und schreiben Sie dann einen echten Brief. Er kommt
bestimmt besser an.
Schreiben Sie verständliche Betreffs
Eine leere Betreffzeile gehört noch zu den harmlosen Exoten.
Betreffzeilen, in denen der Absender steht, wirken ungewollt
komisch. Verwirrende Betreffs wie "Re AW Re re aw da war noch
was" muten dem Leser schon so Einiges zu. Wenn Sie sicher sein
möchten, dass Ihre E-Mail nicht im Spamfilter oder vom Adressaten in
den Papierkorb verschoben wird, schreiben Sie ausnahmslos relevante
und verständliche Betreffs.
Zitieren Sie, aber bitte richtig
Nichts ist schlimmer als ein E-Mail-Thread, bei dem nicht klar
ist, was, wer, zu welchem Thema geschrieben hat. Es ist zwar üblich,
Teile des alten Inhalts noch einmal mitzusenden, damit der Leser den
Faden nicht verliert. Das Endergebnis muss jedoch klar lesbar sein.
Texteinschübe, Sonderzeichen helfen dabei. Wie das genau geht,
verrät seit Jahren die Website Learn to quote
Nutzen Sie vor dem Versenden die
Rechtschreibprüfung
Fehler passieren. Weniger Fehler passieren, wenn man vor dem
Versenden den Text noch einmal überfliegt und die automatische
Rechtschreibprüfung drüberlaufen lässt. Der Leser dankt es
Ihnen.
Schreiben Sie Klartext
Sie meinen es nur gut, ich weiß. Aber wenn Sie Abkürzungen
verwenden, die außer Ihnen kaum jemand kennt, bleibt der eigentliche
Sinn Ihrer E-Mail verborgen. Ähnliches passiert wenn Sie kryptische
Wortfetzen schreiben, vage Andeutungen machen, auf Punkte und Kommas
verzichten oder grundsätzlich alles klein schreiben. Wenn Sie
möchten, dass der Leser Sie versteht, schreiben Sie bitte
Klartext.
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